Ganz anders verhielten sich offenbar die männlichen Passagiere aus Amerika, von denen anteilsmäßig am meisten überlebten. Offenbar lag ihnen das eigene Leben näher als das der anderen: "Anfang des 20. Jahrhunderts waren die Amerikaner nicht sehr kultiviert, während die Engländer gute Manieren an den Tag legten", erklärt Frey, der gemeinsam mit australischen Kollegen die Passagierlisten der Titanic ausgewertet hat. Als die amerikanischen Männer in die Boote preschten, "neigten die Briten dazu, sich in die Schlange zu reihen.”
Gemessen an der Zahl der Passagiere aus Großbritannien und den USA, lag die Zahl der überlebenden Amerikaner 15 Prozent über jener der Briten. Auch die irischen und schwedischen Männer hatten mehr "Glück" als die Engländer. Alles in allem war unter den Überlebenden nur jeder fünfte ein Mann. 80 Prozent der Geretteten waren Frauen und Kinder.
Andreas Margara





drucken



Natur des Glaubens |
Gute Geschäfte |
Con Text |
Vergangenheitsstaub |
Hinter-Gründe | 




