Erfunden hat Galileo Galilei es zwar nicht, doch war er der Erste, der das Fernrohr in den Himmel richtete und damit systematische Forschungen anstellte. Im 17. Jahrhundert erkundete er damit die Landschaften des Mondes, beobachtete Sonnenflecken und bemerkte eine seltsame Unförmigkeit des Saturns.
Doch getrübt wurden Galileis Erkenntnisse durch eine Sehschwäche, von der er selbst immer wieder geschrieben hatte. Gegen Ende seines Lebens soll Galilei sogar völlig erblindet sein, sagt Paolo Galluzzi vom Institut für die Geschichte der Wissenschaften in Florenz. Jetzt will der Forscher heraus bekommen, woran der berühmte Astronom einst gelitten hat – und dazu die DNA seiner sterblichen Überreste untersuchen.
Die Wissenschaftler hoffen, dass sie 2009 – im Jahr der Astronomie und zum 400. Jubiläum Galileis erster Beobachtung – eine Genehmigung zur Exhumierung seiner Überreste bekommen. Vielleicht ließe sich dann auch klären, warum Galilei den Saturn als "Planet mit Ohren" beschrieb – und die Ringe nicht erkannte, obschon diese schon mit einem kleinen Teleskop gut zu sehen sind. Galileo Galilei lebte von 1564 bis 1642 und ist in der florentinischen Basilika Santa Croce bestattet.
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