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Polen: Drei Hochmeister des Deutschen Ordens identifiziert

Das Staatsgebiet des Deutschen Ordens erstreckte sich im Mittelalter über weite Teile des Baltikums. Bis heute zeugen vielerorts Burgen und Kathedralen von dem Einfluss der Ordensgemeinschaft. Im nordpolnischen Kwidzyn – Marienwerder – fanden Forscher nun heraus, dass es sich bei drei Leichnamen um besonders prominente Mitglieder des Deutschen Ordens handelte.

Krypta der Kathedrale | In der Krypta der Kathedrale Kwidzyn (Marienwerder) sind die polnischen Forscher auf die Gräber der Hochmeister des Deutschen Ordens gestoßen.
Am Ende zahlreicher Untersuchungen – darunter Altersbestimmungen und DNA-Tests – ist Grabungsleiter Bogumil Wisniewski überzeugt, dass in der Krypta der Ordensburg die Überreste dreier Hochmeister ruhten: Werner von Orseln (amtierte von 1324-1330), Ludolf König (amtierte von 1342-1345) und Heinrich von Plauen (amtierte von 1410-1413).

In den bereits im Mai 2007 geborgenen Särgen fanden sich Reste von Seide sowie kostbare Gewandbroschen – die bereits auf den hohen Rang zu Lebzeiten schließen ließen. Auch historische Quellen, sowie Wandgemälde wiesen auf das Wirken dieser drei Hochmeister hin. Sie bekleideten das höchste Amt im Deutschen Orden, der – gegründet gegen Ende des 12. Jahrhunderts – ursprünglich die Kreuzfahrer im Heiligen Land schützen sollte.

Andreas Margara

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