Amerika
Bevor Kolumbus kam
Mit den kleinen, verstreuten Völkern Südamerikas hatten die spanischen Eroberer leichtes Spiel – so lehren es Forscher seit Jahrzehnten. Nur langsam setzt sich die Erkenntnis durch, dass der Urwald vor Ankunft der Europäer in Wahrheit zu den dichtestbesiedelten Regionen der Welt gehörte.
Es ist ein faszinierendes Szenario, das Heckenberger und seine Kollegen von der Region im Westen Brasiliens entwerfen. "Unser Bild von den Tropen ist ja immer noch von den romantischen Fantasien des 19. Jahrhunderts geprägt", meint der Bonner Altamerikanist Nikolai Grube. Der "edle Wilde", der einfach und im Einklang mit seiner Umwelt lebt – komplexe Zivilisationen passen nicht in dieses Klischee. Der Direktor des Instituts für Altamerikanistik und Ethnologie spricht dagegen von menschengeformten, "anthropogenen" Wäldern, wenn es um die vermeintliche Wildnis Amazoniens geht. Heckenbergers Entdeckungen bestätigen ihn: Die Xingú-Region war vor Ankunft der Europäer offenkundig von einem regelrechten Geflecht hoch entwickelter Siedlungen durchzogen – jede einzelne mit einem zentralen Platz, untereinander verbunden durch schnurgerade Straßen.


Der Autor arbeitet als freier Journalist im Hamburger Medienbüro "freizeichen".
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1. Tenochtitlan
09.01.2009, Thomas Hall, AllensbachMeiner Meinung nach stimmt diese Angabe nicht, da es zu dieser Zeit schon andere Städte gab, die deutlich größer waren. Hier liegt ein Druck- oder Interpretationsfehler vor.
Einige willkürlich ausgewählte Beispiele aus Europa und Asien belegen dies: Rom hatte um 1600 rund 100.000 Einwohner, Venedig 150.000, Paris etwa 200.000 – und in Peking lebten bereits im Jahr 1500 sogar ganze 670.000 Menschen.
2. Brandrodung
15.01.2009, Dr. Wolfgang Schäfer, BottropMit freundlichem Gruß