Wie die Untersuchungen ergaben, wurden offenbar hellenistische und römische Artefakte in der 2600 Jahre alten Stadt nicht ordnungsgemäß katalogisiert, ein römisches Mosaik aus der Zeit um Christi Geburt verschwand zudem spurlos; und auch auf den Erhalt der Ruinen dürften die Archäologen nur unzureichend geachtet haben. So wurde eine als Grabungshaus ausgezeichnete Baracke ausgerechnet auf einer antiken Brücke errichtet, zwischen 2000-jährigen Säulen waren Abwasserrohre verlegt.
Das türkische Kulturminister Ertuğrul Günay hat die Arbeiten bis auf weiteres gestoppt. Die Direktorin des Museums von Marmaris, Neşe Kırdemir, die seit einigen Wochen gemeinsam mit vier Mitarbeitern die abgelegene Stätte rund um die Uhr bewacht, ist entsetzt: "Seit Jahren dachten wir, hier würden Rettungsgrabungen durchgeführt. Nun stellen wir fest, dass Knidos systematisch ausgeplündert wurde." Der suspendierte Grabungsleiter, gegen den im Zusammenhang mit den Räubereien mittlerweile die Staatsanwaltschaft ermittelt, weist laut türkischen Presseberichten die Vorwürfe zurück.
Die antike Hafenstadt Knidos liegt an der Spitze einer Halbinsel im Südwesten der Türkei gegenüber der griechischen Insel Kos. Der wohl berühmteste Sohn der Stadt war der Bildhauer Praxiteles, dessen Knidische Aphrodite aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. heute in mehreren antiken Kopien erhalten ist.
Hakan Baykal





drucken




Landschaft & Oekologie |
Con Text |
Labyrinth des Schreibens |
Natur des Glaubens |
Denkmale |
Die Natur der Naturwissenschaft |
Gute Geschäfte |
Der Islam |
Vergangenheitsstaub |
Hinter-Gründe | 






1. Skandalartikel
15.05.2009, Dr. Patricia Kögler, Schöneckder einzige Skandal in dieser Angelegenheit ist Ihr Artikel! Von einem professionellen Reporter sollte man eine bessere Recherche der Sachverhalte erwarten, die auch ein Anhören der zweiten Seite, der Beschuldigten beinhaltet!
Stattdessen machen Sie sich hiermit zum Sprachrohr einer schon lange schwelenden Verleumdungskampagne gegen die türkische Grabungsleitung, die sich um den Erhalt der antiken Stätte mehr als verdient gemacht hat! Ohne sie wäre das Areal wahrscheinlich immer weiter von Restaurants und Souvenirläden überbaut worden - ein Zustand, der sicher wieder erreicht wird, sollte die türkische Regierung weiter die Grabungsgenehmigung für Knidos verweigern.
Aus Ihren Schilderungen läßt sich schließen, dass Sie von der Vorgeschichte der Knidos-Grabungen nicht den Hauch einer Ahnung haben, - dann sollte man doch aber besser seine Feder im Mäppchen lassen, oder nicht?
Zu den von Ihnen hier formulierten, phantastischen Anschuldigungen ließe sich Einiges sagen, doch scheint mir hierfür ein seriöseres Forum geeigneter.