Archäologie
Mit der U-Bahn durch den Römerhafen
In Köln wird eine neue U-Bahn-Linie gebaut. Ein willkommener Anlass für Archäologen, die Unterwelt der Domstadt – und ihre zweitausendjährige Geschichte – näher zu erforschen.
Historiker datieren die Gründung Kölns auf die Jahre zwischen 19 und 14 v. Chr. Nach dem Tod von Julius Cäsar (100–44 v. Chr.) hatte der spätere Kaiser Augustus (63 v. Chr.–14 n. Chr.) seinen Vertrau-ten und Schwiegersohn Marcus Agrippa (63–12 v. Chr.) beauftragt, endlich die Verhältnisse in Gallien zu ordnen. Um den Rhein als Ostgrenze der Provinz zu sichern, holte der Feldherr den romfreundlichen germanischen Stamm der Ubier über den Rhein. Als Zentrum ihrer neuen Gemeinde bauten die Römer ihnen eine Stadt, das Oppidum Ubiorum. Es war also offensichtlich die römische Armee, die den Grundstein für das spätere Köln legte: quadratischer Grundriss, eine Achse von Norden nach Süden, eine von West nach Ost. Nur im Süden und Osten wurde der Stadtverlauf den natürlichen Gegebenheiten etwas angepasst.


Der Autor ist freier Journalist und lebt in Köln
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