Halle
Altägyptische Papyrusschrift aufgetaucht
Das Besondere daran ist, dass diese Aufstellung mit den Beschreibungen und Zeichnungen von Stätten der Unterwelt des Totenbuchs in keinem Zusammenhang zu stehen scheint. Hans- Werner Fischer-Elfert von der Universität in Leipzig vermutet, dass die Liste der nunmehr älteste Beweis für die ägyptische Tradition ist, die belebte und unbelebte Natur verschiedenen Gottheiten zuzuweisen. Die bisher gefundenen Hinweise waren mindestens dreihundert Jahre jünger.
Das in kursiven Hieroglyphen verfasste Totenbuch stammt aus der Sammlung des Pfarrers Julius Kurth (1870-1949). Während seiner Reisen trug er zahlreiche Papyri zusammen, von denen nach seinem Tod 74 an die Universität in Halle gingen. Insgesamt besitzt diese 122 solcher Dokumente, die aus der Zeit zwischen dem 16. Jahrhundert vor und dem 10. Jahrhundert nach Christus stammen.
Geeske Pfeiffer



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