Alexander der Große in der Nachwelt
Strahlender Held und gottloser Tyrann
Alexander der Große hat die antike Welt in ihren Grundfesten erschüttert. Noch bis in das späte Mittelalter boten seine Taten Stoff für Dichter in Orient und Okzident. Doch da war aus dem Makedonenkönig schon längst eine Fantasiegestalt geworden.
Dem unbezwingbaren Makedonen an Ruhm und Ehre gleichzukommen – danach strebten viele Kriegsherren nach ihm, insbesondere die ehrgeizigen Generäle der römischen Republik. Doch sein militärischer Erfolg blieb unerreichbar – weshalb man wenigstens so aussehen wollte wie der junge König. Prominentes Beispiel: Gnaeus Pompejus Magnus (106 – 48 v. Chr.), vermutlich einer der talentiertesten und erfolgreichsten "Imperatoren" seiner Zeit. Wie selbstverständlich ließ auch er sich "der Große" nennen und trug sein Haar ebenfalls über der Stirn aufgeworfen – seit den Tagen Alexanders ein Symbol für Mut und Tatkraft


Katharina Bolle hat Klassische Archäologie und Geschichte studiert. Sie promoviert an der Universität Heidelberg.
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