Sogder
Die Netzwerker des Ostens
Kaum einer kennt sie, dabei waren sie einst die erfolgreichsten Händler und Diplomaten entlang der Seidenstraße und darüber hinaus: die Sogder. Vom 6. bis ins 8. Jahrhundert beherrschte das ostiranische Volk ein Handelsimperium, das von der Krim bis nach Korea reichte. Erst als die Kaufleute den chinesischen Thron anstrebten, sank ihr Stern.
Damals prosperierte der chinesische Staat unter anderem durch seine Weltoffenheit – und damit auch durch den Fernhandel auf den Karawanenrouten Zentralasiens. Doch selbst historisch Interessierte wissen heute kaum, dass die Quelle des Reichtums Chinas während der Tang-Dynastie, nämlich der transkontinentale Handel mit Luxusgütern, zu einem Gutteil von einem heute fast vergessenen Volk organisiert wurde: den Sogdern. Das ostiranische Volk hat zwar nie eine politische Einheit gezimmert, geschweige denn ein Reich errichtet, doch vom 6. bis ins 8. Jahrhundert beherrschte es das größte Handelsimperium Asiens. Die Anfänge dieser Erfolgsgeschichte reichen weit in die Geschichte zurück – und in eine Region, die dem Volk fast alles bot


Mayke Wagner (Deutsches Archäologisches Institut, DAI), Patrick Wertmann (Stipendiat der Gerda Henkel Stiftung), Pavel Tarasov (FU Berlin) und Desmond Durkin-Meisterernst (Berlin Brandenburgische Akademie der Wissenschaften) arbeiten an einem Forschungsprojekt der Außenstelle Peking des DAI zum Thema "Kommunikation in Ostzentralasien während des 1. Jahrtausends: Akteure – Beweggründe – Naturraum".
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