Die Forschung streitet bis heute, weswegen die Mammuts ausstarben.
Um diese Hypothese zu testen, nutzte das Team um den Biologen von der Durham University ein Modell, mit dem sie die jährliche Vegetationsmasse einiger Pflanzenarten errechneten – und zwar in weiten Teilen der nördlichen Hemisphäre und über die letzten 42 000 Jahre hinweg. Die Datenbasis des Modells gewannen die Forscher einerseits aus Pollendatenbanken, die Blütenstaub aus Sedimenten der untersuchten Gebiete zur Verfügung stellten. Damit stand fest, welche Pflanzen wo und wann wuchsen. Doch erst mit paläoklimatischen Variablen und der täglichen Sonnenscheindauer andererseits konnten die Forscher Aussagen zur voraussichtlich vorhandenen Pflanzenmasse treffen.
Die Simulation zeigt, dass sich Bäume vor 14 000 Jahren massiv nach Norden ausgebreitetet hatten und dabei die vor 21 000 Jahren in Europa dominierende Grassteppe verdrängt wurde. Die Bäume ersetzten die Grasländer – eine frappierende Analogie zum Verschwinden der Mammuts zur selben Zeit.
Zumindest am Aussterben der Mammuts war der Mensch also möglicherweise unschuldig – die allgemeine Erwärmung hatte seiner Leiblingsbeute schlicht die Lebensgrundlage entzogen.
Quaternary Science Reviews, doi: 10.1016
Claudia Reinert





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