szmtag
Spektrum der Wissenschaft spektrumdirekt Sterne und Weltraum Gehirn&Geist epoc SciLogs WIS wissenschaft-online naturejobs
 
Nachrichten | 02.03.2010
KÖLNER STADTARCHIV

Gefriergetrocknetes Archivgut in Münster

Die wertvollen und vom Zerfall bedrohten Dokumente ...
Am 3. März jährt sich zum ersten Mal der Tag, an dem das Historische Archiv der Stadt Köln, das größte kommunale Archiv nördlich der Alpen, in sich zusammenstürzte. Immerhin konnten bisher rund 85 Prozent des Archivguts geborgen werden konnten. Doch müssen die bis zu eintausend Jahre alten Urkunden, Akten und Karten an verschiedenen Standorten Deutschlands aufwändig restauriert werden – unter anderem in Münster.

Mit 500 laufenden Metern an Dokumenten kam zwar nur ein Sechzigstel des Kölner Bestands in das dortige Archivamt des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe, doch sind das allein 26 Tonnen. "Nasse oder feuchte Akten", so der Leiter des Amts Marcus Stumpf, "werden am besten wie Gemüse in Folie verpackt und eingefroren, um sie vor Schimmel zu schützen." Tatsächlich haben die vier Gefriertrocknungsanlagen, in denen die Bücher bis zu mehreren Tagen behandelt werden, Ähnlichkeit mit einem Küchengefrierschrank. Nur werden die Dokumente in den speziellen Kühlgeräten zusätzlich einem Vakuum ausgesetzt: So wird das Eis gasförmig und kann leicht abgesaugt werden.

Da die Archivalien bei dem Einsturz des Hauses auch mit alkalischem Betonsstaub in Berührung kamen, müssen sie zudem aufwändig gereinigt werden. Dies wird nach Einschätzung der Experten sicher noch ein weiteres Jahr in Anspruch nehmen.

Wegen Pfusch bei Bauarbeiten zur Kölner U-Bahn war das sechsstöckige Stadtarchiv im vergangenen März eingestürzt. Zwei Menschen kamen dabei ums Leben. Im Frühjahr soll die Suche nach und die Bergung von weiteren Dokumenten weiter gehen.

Nicole Mai
LESERBRIEFE

Leserbrief schreiben

zu 'Gefriergetrocknetes Archivgut in Münster'
nicht artikelbezogen

wird nicht angezeigt
E-Mail-Adresse darf angezeigt werden
Beitrag darf veröffentlicht werden
Folgende Zahl bitte eingeben.
Anzeige
 
weitere Artikel zum Thema
+- epoc
+- spektrumdirekt
Anzeige
 
Anzeige
 
Lesershop
Die Spektrum CD-ROM enthält den kompletten Inhalt (inklusive Bilder) des Jahrgangs 2009 von Spektrum der Wissenschaft als PDF-Version. Zur besseren Nutzung Ihres Heftarchivs finden Sie auf der CD... »
Georgien: Das sagenhaft Gold der Medea • Türkei: Ein Tempel im Nirgendwo • Kambodscha: Das bedrohte Lächeln von Angkor Wat • Malta: Archipel der Mystiker • … »
 
Abonnement
Für die Empfehlung eines neuen epoc-Abonnenten bedanken wir uns mit einer Prämie. »
 
Science-Shop
Shimon Gibson
Die Erzählungen der Evangelien über die Passion Christi aus archäologischer Sicht »
 

Science Jobs der Woche


Mehr Jobs von naturejobs.com und Spektrum der Wissenschaft finden sie hier.
 

Spektrum finden Sie auch hier



 

DenkMal

Von welchem "Loch" glaubten die Maya, es sei der Eingang zur Unterwelt?
Caldera
Cenote
Solfatare
Chasma
© Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH
Impressum - AGB - Datenschutz - Spektrum Custom Publishing