Forscher um den Archäometallurgen Ernst Pernicka von der Universität Tübingen hatten verschiedene Zinnisotope untersucht, deren Zusammensetzung so einzigartig ist, dass sie wie ein geochemischer Fingerabdruck von der Herkunft des Metalls zeugt. Ein Vergleich mit den Isotopenzusammensetzungen verschiedener Zinnlagerstätten ergab: Das Metall wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit einst im Südwesten Englands geschürft – und muss schon damals über Handelsrouten nach Mitteldeutschland gekommen sein.
Frühere Untersuchungen der zwei Kilogramm schweren Scheibe hatten bereits ergeben, dass das Gold der Zierapplikationen aus unterschiedlichen Lagerstätten wie Nordrumänien stammt, während das für die Bronze verwendete Kupfer im österreichischen Mitterberg nahe Salzburg geschürft wurde.
Nicole Mai





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