Nach Jahrtausenden im feuchten Boden sind die Räder weich geworden und teilweise zerbrochen, außerdem sind Baumwurzeln durch sie hindurch gewachsen. Eines ist jedoch fast vollständig erhalten, es besteht aus Ahorn-Holz und hat einen Durchmesser von 56 Zentimetern. In der Mitte ist ein rechteckiges Achsloch zu erkennen.
Geborgen wurden die Funde von Mitarbeitern des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg im Moor Olzreuter Ried in Oberschwaben. In der Steinzeit lag hier noch ein See mit einer Pfahlbausiedlung. Bei den Grabungen waren die Archäologen immer wieder auf Besitztümer der ehemaligen Einwohner gestoßen, darunter eine hölzerne Backschaufel und ein Axtholm.
Die ältesten bekannten Räder der Welt stammen aus einem Moor in Slowenien sowie von einem Seeufer in der Nähe von Zürich. Sie waren dort schon im 4. Jahrtausend v. Chr. in Betrieb.
Lisa Leander





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