Titelthema
Verdammt in alle Ewigkeit
Scheinbar aus dem Nichts entstanden im Mittelalter vielerorts christliche Gruppen, die in Konflikt mit der Autorität der römischen Kirche gerieten. In der Absicht, deren Einheit zu retten, führte die päpstliche Inquisition einen Feldzug gegen die Häretiker – und spaltete so die abendländische Christenheit.
Die Vielfalt des Christentums im mittelalterlichen Abendland war groß. Damals gab es keineswegs nur eine christliche Glaubensrichtung. Nicht nur zur Lehre der Ostkirche, auch innerhalb der römischen Kirche bildeten sich regional enorme Unterschiede, die sich auf Theologie und Glaubenspraxis auswirkten – und die Menschen wie Rodulfus um den Fortbestand von Kirche und Kosmos bangen ließen …


Christoph Auffarth ist Professor für Religionswissenschaft an der Universität Bremen.
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