Ignatius von Antiochia (gestorben um 117 n. Chr.) nannte Häretiker »wütende Hunde« und »Tiere in Menschengestalt«, Hippolyt von Rom (um 170-235) erkannte in ihnen "Schwindler, voller Narrheiten", die einer "Schule voll Widersinn und hündischen Lebens" anhingen, und dem Dalmatier Hieronymus (347-419) galten sie schlicht als »Schweine« und »Schlachtvieh für die Hölle«. Drei heiliggesprochene Kirchenväter aus drei Jahrhunderten – doch obwohl zwischen der Geburt des ersten unter ihnen und dem Tod des letzten rund 350 Jahre lagen, fanden sie für andersgläubige Christen an­nähernd dieselben Worte. Und die drei waren beileibe nicht die Einzigen. Fast alle Kirchenlehrer des antiken Christentums verdammten Anhänger des Jesus von Nazareth, deren Ansichten nicht mit den ihren übereinstimmten …