Lesermeinung - epoc

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  • Piktische Symbole als Sprache?

    29.12.2012, Dr. Jürgen Diethe
    Ich halte das für sehr unwahrscheinlich. Die nicht-christliche Symbolik der Pikten ist in vielen Fällen viel zu bildhaft, um als Sprache zu firmieren (Beispiele: piktisches Biest, Spiegel und Kamm etc.), zumal wir ja ziemlich genau wissen, daß die Pikten eine Version des Britischen gesprochen haben - die nächstliegende moderne Sprache ist Walisisch. Außerdem haben die Pikten geschrieben (siehe die in Portmahomack gefundene Vellum-Manufaktur), aber auf Lateinisch. Warum also eine doch sehr begrenzte Symbolsprache entwickeln? Für andere, wahrscheinlichere Interpretationen siehe Sutherland, Henderson et. al.
  • Die FSA beschützt sicherlich keine Kulturschätze!

    15.10.2012, Maxx Os

    Die FSA [Freie Syrische Armee, Anm. d. Red.] ist die Kraft die Kulturschätze raubt und zerstört. Die Schätze, die sie dazu noch für eine Sünde beziehungsweise für unislamisch hält, werden gleich zerstört; genau wie damals die Mudschaheddins in Afghanistan. Es war die Regierung und die afghanische Armee, die wertvolle Schätze versteckte und somit vor der Zerstörung schützte. Leider konnte man die Buddhastatue und andere wichtige Kulturschätze [nicht] vor der Zerstörung schützen!

    Der Spektrumverlag sollte auch hier wissenschaftlich sein und von der Geschichte lernen und somit die reaktionären Kräfte erkennen und ausfindig machen. Auch die Gesellschaftswissenschaften haben uns Werkzeuge gegeben, mit denen wir die Feinde der Kultur und der Menschheit erkennen können. Der Spektrumverlag, den ich sonst sehr schätze, begeht manchmal und auch hier die Gefahr mit den Massenmedien und der Kriegspropaganda mitzuschwimmen, und das ist alles aber nicht wissenschaftlich. Die Hinterfragung fehlt hier vollkommen.

    Irak, Afghanistan, Chile, Vietnam - alle Kriege begannen mit einer Lüge. Denn das erste was im Krieg stirbt, ist die Wahrheit; teilweise also auch die Wissenschaft. Und von einem Blatt, welches im Dienste der Wissenschaft arbeitet, erwartet man die Aufrechterhaltung der Wahrheit.

    http://www.rawa.org/temp/runews/2012/09/10/syria-s-eerie-parallel-to-afghanistan-and-the-pro-imperialist-pseudo-left.html
  • Stoffe aus Brennessel

    01.10.2012, Burgos von Buchonia

    Wissenschaftler gingen bisher davon aus, dass Textilien nur noch aus Nutzpflanzenfasern (Leinen) gewonnen wurden.

    Sicherlich ist das eine berechtigte Annahme. Allerdings wird dabei der Teil der Bevölkerung außer Acht gelassen, der keinen direkten Zugang zu landwirtschaftlich nutzbarer Fläche hatte. Diese Leute haben ihre alte Tradition weitergeführt und die an allen Orten wachsenden Brennnesseln weiterhin für das Gewinnen von langen Pflanzenfasern genutzt.

  • Stoffreste erhellen Todesumstände eines Bronzezeitfürsten

    01.10.2012, Urich Heemann

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    obige Schlussfolgerungen sind auf Grund der genannten Fakten doch äußerst gewagt. Zunächst scheint mir nicht klar, ob es sich tatsächlich um einen Fürsten oder nur um einen sehr reichen Mann handelt. Dass die Bronze aus Kärnten stammt, muss angesichts der damaligen Handelswege keineswegs überraschen und sagt nichts über den tatsächlichen Todesort aus.

    Auch die Wahl eines Brennnesseltuchs für die Asche könnte auf religiös/rituelle Gründe zurückzuführen sein. Dabei reicht es mitunter, dass diese Tücher in weiter zurückliegender Vergangenheit für die Urnen benutzt und aus rein ritueller Tradition beibehalten wurden. Der tatsächliche Gebrauch "im Leben" mag hingegen schon ein ganz anderer gewesen sein.

    Weiterhin können die verwendeten Brennnesseln dem Text nach durchaus aus Schweden oder Norwegen stammen und damit zum Beispiel (!!) auch auf die Herkunft der verbrannten Person hinweisen.

    Antwort der Redaktion:

    Lieber Herr Heemann,

    Ihre Einwände sind berechtigt! Doch als ausschlaggebend für ihre These werteten die Forscher wohl die Herkunft der Urne: So stammt nicht nur die Bronze aus Kärnten oder der Steiermark, sondern auch das Gefäß selbst muss aus stilistischen Gründen dort gefertigt worden sein.

    Ihre epoc-Redaktion

  • Sehr fantasievoll

    24.09.2012, Walter Weiss

    Das folgende Szenario erscheint mir viel wahrscheinlicher: Der Zahnträger fand zufällig im Wald einen Stock wilder Bienen (Imker gabs ja noch nicht), holte sich trotz zahlreicher Stiche die Waben, stopfte sich Teile in den Mund und kaute den Honig heraus - wobei natürlich das Wachs übrigblieb und die hohlen Zähne zustopfte.

    Dafür, dass dieser Zustand, der sich ja sonst wegen der Verdauungssäfte im Mund alsbald wieder gelöst hätte, so für die Nachwelt verblieb, sorgte ein Bär, den der Honigduft ebenfalls angelockt hatte und der jetzt eben statt des Honigs den Menschen fraß.

  • Einzigartiger Fund im Harz

    11.09.2012, Platzbäcker

    Wer diesen Artikel liest, der kann sich nicht vorstellen, was der Fund wirklich für die Wissenschaft bedeutet. Am Tag des Offenen Denkmals habe ich mir den gesamten Ort angesehen und war noch mehr begeistert als durch die Medienberichte.

    Ich hoffe, dass es nicht der letzte Fund dort war, denn der Bergbau im Harz hat noch viele Überraschungen parat. Gerade am Rammelsberg - doch sollten die anderen Orte nicht aus den Augen gelassen werden, denn dort sind unter Umständen noch größere Funde zu machen.

  • New Computerized Hypothesis

    27.08.2012, Dr. Mohamed Riad, Emeritus Prof. of Geography & Ethnology, Faculty of Arts, Ain Shams University in Cairo, Egypt

    A tempting new hypothesis but there are two considerations:

    1) It might be influenced by the well acclaimed notion that southern Anatolia is the home of agriculture and Neolithic culture. This is suggested by Atkinson's argument that the language spread by the hoe not by sword and chariot. I find myself at ease with this interpretation of cultural dissemination.

    2) Though using modern technical aids like computers is in a way important but such aids give answers to questions you feed.

    As an old ethnologist I might now believe that parallel inventions can work nicely with one cradle in certain fields of material culture implements but not yet tested on none material elements such as language. In conclusion, it is always good to theorize because it gives rise to more research in the many sided corners of the evolution and inventions of our human cultures.

  • zwischen den Jahren

    20.08.2012, Diadoumenos
    Wie kann man etwas 'zwischen dem 6. und 5. Jahrhundert v. Chr.' tun? War das dann an Silvester 500 v.Chr.? Und dass in der Hallstattzeit 'Kühe als heilige Tiere' verehrt wurden ... da liegt doch wohl der Schluss viel näher, dass Rinder allgemein - wie zu der Zeit auch in Südeuropa - als Opfertiere dienten und die Schale ebenfalls in den (Toten)Opferzusammenhang gehört.
  • Ein Schlag ins Gesicht

    17.08.2012, Rainer Hackstein
    Jeder, der mit der Archäologie in Berührung gekommen ist, muss verärgert über diesen Herrn Thoma sein. Dass er sich auch noch brüstet mit dieser Tat zeigt, wessen Geistes Kind er ist und mit welcher Einstellung er jurnalistische Arbeit betreibt. Schade, dass man dieses Individuum dafür nicht zur Rechenschaft ziehen kann.
  • Das Geheimnis der Mumien

    14.08.2012, Gerda Kuhfittig
    Karl Heinrich von Hornstein, ehemaliger Landkomtur, liegt in Ellingen/Weissenburg (Bayern) mumifiziert in einem Glassarg. Irgendwo habe ich gelesen oder gehoert, dass er liebevoll der "gselchte Komtur" genannt wird, weiss aber nicht, wer diesen Namen erfunden hat. Ich wuerde gerne erfahren, warum er und nur er einbalsamiert wurde.
  • Das ist mal wirklich ein toller Fund!

    21.06.2012, Michael Blume

    Origenes darf als einer der wirklich interessanten frühchristlichen Theologen gelten, der es auch noch wagte, Gott etwa die Allversöhnung oder die in Gott wurzelnde Würde auch Tieren zuzutrauen. Für staatskirchliche Ansätze wenig geeignet, blieb er doch als belebende Unterströmung immer im christlichen Denken präsent.

    Es ist zu hoffen, dass die erwähnten Funde das Wissen über Origines und das frühe Christentum vertiefen und zu neuen Einsichten führen. Danke an epoc für diese erfreuliche Nachricht aus Bayern!

  • Zur Herstellung von Diatretgläsern

    18.05.2012, Fritz W. Schäfer

    Sehr geehrte epoc-Redaktion,

    mit großem Interesse habe ich Ihren sehr gut recherchierten Artikel "Zerbrechliches Gold" im Heft epoc 1/2012 "Rom - Imperium der Ingenieure" gelesen. Ich nehme dies zum Anlass für eine kurze Ergänzung zur Herstellung der Diatretgläser.

    Bis heute werden immer noch verschiedene Herstellungsthesen der wertvollen Diatretgläser diskutiert. In den Jahren 1962 bis 1964 habe ich selbst ein Diatretglas nach dem Original aus Daruvar (Slowenien) mit einer Netzstärke von 1,0 bis 1,5 Millimeter geschliffen. Das Glas befindet sich heute als Leihgabe, nach mehreren Stationen in Europa, in einem Glasmuseum in den USA.

    Bei allen zu schätzenden hüttentechnischen Versuchen, einen doppelwandigen Becher als Basis für die Herstellung der Diatrete zu verwenden, ist festzustellen, dass wir in der Antike hierfür keine handwerkliche Entwicklung erkennen können. So muss man sich meines Erachtens erst ein originales Diatret angesehen haben und sich dann Gedanken zur Herstellung machen.

    Im Fall der Schleiftechnik können wir, wie es beispielsweise ein zweifarbiges Fragment aus dem Britischen Museum in London belegt, einen Arbeitsverlauf nachvollziehen, der vom Hochrelief bis zum möglichen Unterschnitt aus einem dickwandigen, zweifarbigen Glas reicht. Weiter ist bei allen historischen Diatretgläsern die Unterseite des Netzes geschliffen. Hierzu gibt es umfangreiche Erklärungen aus der Schleifpraxis, die jedoch den Rahmen eines Leserbriefs sprengen würden.

    Abschließend sei gesagt, dass man zum Schleifen des Netzes, der Buchstaben und der Verzierungen die Stabilität des massiven Glases braucht, damit es nach Fertigstellung der Ornamente unterschnitten sowie Stege und Boden herausgearbeitet werden können. Ein nachträgliches Bearbeiten, wie zum Beispiel das Säumen und Polieren des gesamten freistehenden Netzes, würde bei einer grazilen Ornamentstärke von bis zu 1,5 Millimeter unweigerlich zum Bruch führen. Auch aus diesem Grunde scheidet das Ornamentschneiden aus einem dünnen, doppelwandigen Becher aus. Es lässt sich schlicht nicht ausführen. Hier scheint meines Erachtens auch ein Fehler in der Skizze von Fremersdorf in der Abbildung auf S. 72 Nr. d und e sowie in der zweiten Skizze auf S. 73 Nr. 6 und 7 vorzuliegen.

    Zusammengefasst heißt das, dass ein doppelwandiges Gefäß als Basis für das Herstellen eines Diatretglases weder wünschenswert noch brauchbar ist. Dies ist verständlicherweise nicht mit der Beobachtung von diversen Kratzern oder Luftbläschen zu erkennen, sondern zeigt sich erst bei der kompletten Herstellung eines filigranen Diatretglases mit einfachen Schleifrädern.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Fritz W. Schäfer, Ratingen
  • So heiß?

    04.04.2012, Mag. Liane Mayer

    Ich kann einfach nicht glauben, dass das Wasser im "caldarium" wirklich 50°C heiß gewesen sein soll. Bei diesen Temperaturen verbrüht man sich doch!

    Schon bei 42 bis 43°C beginnen bekanntlich die ersten Eiweißketten in den Zellen ihre funktionswichtige Faltung zu verlieren. Selbst wenn dies noch durch interne Mechanismen ("Chaperone") repariert werden kann, so gilt doch, so viel ich weiß, 47 bis 48°C als die höchste, gerade noch ohne Gewebeschäden mögliche Badetemperatur. Und die alten Römer(innen) sollten sich bei 50°C ins Wasser gewagt haben? Ich kann nur vermuten, dass hier Wasser- und Lufttemperatur verwechselt wurden - die Lufttemperatur wird im Artikel ja mit vergleichsweise harmlosen 40°C angegeben.

    Ist das so, oder liege ich falsch?

    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrte Frau Mayer,

    vielen Dank für Ihren Leserbrief. Da die Römer noch nicht die Temperatur in Grad Celsius gemessen haben und die Technik nirgendwo hundertprozentig überliefert ist, geben Archäologen bei den Temperaturen Schätzwerte an, die natürlich auch widersprüchlich gesehen werden. 50°C hatte vermutlich das Wasser im "caldarium", das aus dem Heißwasserkessel in die Wanne geleitet wurde - also am Ausfluss. Es vermischte sich dort mit dem schon in der Wanne vorhandenen Wasser beziehungsweise kühlte vermutlich durch die großen Wannenflächen, die in Tolbiacum aus Sandstein mit wasserfestem Verputz bestanden, relativ schnell ab - trotz des Hypokaustums unter der Wanne.

    Eine Badetemperatur von 50°C wird in manchen Teilen der Erde jedoch offenbar als angenehm angesehen. So baden die Isländer(innen) durchaus in heißen Quellen mit dieser Temperatur. Auch die Bewohner der Westküste der USA schwören trotz sengender Hitze auf ihren "hot tub". Ich persönlich habe es in beiden Ländern ausprobiert. In Kalifornien ging der große Zeh genauso schnell aus dem Wasser heraus, wie ich ihn hineinsteckte. In Island hielt ich die Temperatur vielleicht fünf Minuten aus, hatte aber Angst um meinen Kreislauf und stieg dann wieder aus dem Becken heraus. Vorteil war aber, dass ich trotz 9°C Außentemperatur nach dem überhitzten Bade den Rest des Tages selbst im kurzärmeligen Oberteil nicht fror.

    Iris Hofmann-Kastner
  • Hochinteressant!

    01.04.2012, York Karsunke
    und welt-exklusiv bei epoc.de! Jetzt heißt es aber weiterforschen: Wer weiss, was sich noch unter dem Walross verbirgt ...
  • Unglaublich

    01.04.2012, Bernd April
    ... und das ausgerechnet an so einem ehrwürdigen Tag wie heute!
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